WWF – Living Planet Report 2016:

Eine Welt ist nicht mehr genug!

Seine Botschaft ist klar:

Die Menschheit überfordert die Erde. „Die Dimensionen menschlichen Handelns sprengen seit Mitte des 20. Jahrhunderts alle vorhergesehenen Grenzen“, heißt es gleich zu Beginn der Kurzfassung. Und: Wenn die Menschen so weiterleben wie bisher, wären im Jahr 2030 zwei Planeten wie die Erde nötig, damit deren Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie gedeckt ist. (http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2016-10/living-planet-wwf-umwelt)

Nichts anderes habe ich bereits in einem anderen Post behauptet. Die Menschheit ist eine Art Plage für die Welt. Wäre sie ein Insektenbefall, dann müsste man den Kammerjäger holen, um die Menschheit, bzw. Teile davon, zu vertilgen.

Aber wie üblich benennt unsere deutsche Lügenpresse natürlich nicht die wahren Schädlinge, sondern versucht uns durchökologisierten Bundesbürgern ein schlechtes Gewissen zu machen. Dabei fahren wir doch alle Autos mit Euronorm irgendwas und mein LED Design-TV hat Energieeffizienzklasse AAA+. Ich fahre kaum noch Auto (vielleicht 2mal die Woche) und arbeite per Fernbetreuung (so denn überhaupt noch). Ich dusche anstatt zu baden, und meine Spülmaschine mache ich randvoll, bevor ich sie anwerfe. Meine vier Notebooks sind alle Gebrauchtgeräte und ich besaß erst vier Smartphones. Ich benutze ausschließlich Alukoffer von Rimova, weil die ein Leben lang halten und auch repariert werden können. Vor allem können sie wieder recycled werden, was bei einem Billig-Samsonite aus Kunstfasern nicht der Fall ist. Und wenn man so will, sind meine Möbel als überwiegend Antiquitäten auch alle gebraucht.

Und trotzdem:

Auch in Deutschland steht die Natur unter großem Druck. Laut dem Report gibt es bedeutend weniger Arten als noch 1970: 5,6 Prozent seien bereits ausgestorben, zudem knapp 30 Prozent der 32.000 erfassten Tier-, Planzen- und Pilzarten im Bestand gefährdet. Hauptursache laut WWF: intensive Landwirtschaft.

Ja was soll ich denn noch machen? Ich esse doch kein Brot und schon gar keinen Kuchen. In meinem Sprit (V-Power) dürfte sich auch weniger Bioethanol befinden als in der Standardplörre, womit ich zumindest weniger Schuld an der oft kritisierten Spritlandwirtschaft trage als die ganzen Rapsdieselfahrer. Obwohl Stadtbürger ziehe ich demnächst nach Kevelear, wo sich auf dem 500qm Grundstück von mir aus gerne alle möglichen Vogelarten ansiedeln können.

Ok, ab und an darf es mal ein kleines Steak sein …

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… aber oft esse ich sowas:

salat

Überhaupt esse ich nur einmal am Tag und trinke überwiegend Bolero-Eisteekonzentrat. Für mich muss kein Wasser in Form von Cola oder Limo herumgefahren werden. Dinge wie Joghurt und Milch konsumiere ich nicht, so dass meinetwegen auch kein Weihenstephan von Freising nach Wuppertal gekarrt werden muss.

Oder bin ich vielleicht gar nicht das Problem? Was sagt denn der Living Planet Report 2016 eigentlich so?

Another way to look at the relationships between our behaviour and the Earth’s carrying capacity is through Ecological Footprint calculations. The Ecological Footprint represents the human demand on the planet’s ability to provide renewable resources and ecological services. Humanity currently needs the regenerative capacity of 1.6 Earths to provide the goods and services we use each year. Furthermore, the per capita Ecological Footprint of high-income nations dwarfs that of low- and middle-income countries (Global Footprint Network, 2016). Consumption patterns in high-income countries result in disproportional demands on Earth’s renewable resources, often at the expense of people and nature elsewhere in the world.

War ja klar, wieder mal wird den sog „high-income-countries“ der Vorwurf gemacht sozusagen auf Kosten der anderen zu leben. Aber ist das eigentlich auch wirklich so? Nehmen wir einmal die wohl wichtigste Ressource der Welt, das Wasser. Hier sind gerade die Deutschen, wie auch die europäischen Staaten, Vorbilder für die Welt. Zwar haben wir mit einem statistischen Wasserverbrauch von täglich 121 Liter in 2014 (http://nachhaltig-sein.info/privatpersonen-nachhaltigkeit/der-pro-kopf-wasserverbrauch-in-deutschland-eine-ubersicht) einen vermeintlich sehr hohen Wasserverbrauch, zumindest verglichen mit dem von Afrikanern, die mit ca. 20 Litern am Tag auskommen müssen (https://www.water-for-africa.org/de/wasserverbrauch.html).

Tatsächlich hinkt dieser Vergleich aber sehr stark. Denn unser Wasser fließt in die Kanalisation und von dort in Kläranlagen, wo es wieder aufbereitet wird. Unser tatsächlicher Wasserverbrauch ist also ca. der von Raumfahrern, nämlich gleich NULL, weil selbst unser Urin wiederverwertet wird. In Afrika versickert das Brauchwasser einfach ungeklärt im Boden und wird bestenfalls zu kontaminiertem Grundwasser, weil selbst Exkremente in Afrika nicht geklärt werden. Tatsächlich ist der Wasserverbrauch der Afrikaner daher mangels Wiederverwertung deutlich höher als der der Europäer oder Amerikaner.

Paradebeispiel für einen gigantischen Wasserverbrauch sind – wie so oft bei Verschwendung – aber die Saudis (http://www.nzz.ch/in-saudiarabien-dreht-sich-fast-alles-um-wasser-1.18107678).

Der Experte erklärt, dass laut Schätzungen der jährliche Wasserkonsum der saudischen Bevölkerung mit zirka 1000 m³ Wasser je Einwohner rund dreimal so hoch liege wie in der Schweiz. Die Regierung verteile daher zum Beispiel moderne Wasserhähne und wassersparende Duschköpfe, um den Verbrauch in den Haushalten zu reduzieren. Zum hohen Pro-Kopf-Verbrauch kommt noch hinzu, dass immer mehr Menschen im Land Wasser konsumieren. So stieg 2012 die Zahl der ausländischen Pilger zu Städten wie Mekka und Medina auf über 4 Mio. Wallfahrer. Auch die saudische Bevölkerung wächst ungebrochen stark. Rund zwei Drittel der saudischen Bevölkerung sind zudem weniger als 30 Jahre alt; das Bewusstsein für Wasserknappheit ist unter Jugendlichen schwach entwickelt, die Verschwendung ist gross.

1000 m³ Wasser sind 1.000.000 Liter Wasser. Pro Saudi pro Jahr macht das 2.739,7 Liter Wasser pro Saudi pro Tag! Und wir dummen Europäer lassen uns vom WWF ein schlechtes Gewissen machen?!!

Ein Liter Benzin in Saudi Arabien kostet ca. 14 Cent (https://benzinpreis.de/international.phtml?land=177). In Deutschland zahlen wir zehnmal so viel. In den USA ist der Spritverbrauch seit 2007 von durchschnittlich 11,7 auf 9,3 Liter gesunken (http://www.ingenieur.de/Themen/Klima-Umwelt/Spritverbrauch-in-USA-sinkt-deutlich). Nicht schlecht für ein Land in welchem bevorzugt riesige Pickups bewegt werden und das meistverkaufte Auto so ausschaut:

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Vielleicht sollten wir einmal in Betracht ziehen, dass die modernen Industrienationen gar kein schlechtes Gewissen mehr zu haben brauchen, weil wir uns in den letzten Jahrzehnten in Sachen Umweltschutz massiv entwickelt haben. Früher gab es in jeder Großstadt Smog. Häuserwände waren grau von den Autoabgasen. Heute jammern wir über lächerlich geringe Feinstaubbelastungen, die wegen irgendwelcher weltfremder EU-Regelungen trotzdem noch zu hoch sein sollen. In unserer Natur siedelt sich der Wolf wieder an, ebenso wie der Luchs und im Rhein darf wieder geangelt werden, ebenso wie in der Wupper. Beides wäre 1976 noch völlig unmöglich gewesen, schäumte z.B. die Wupper seinerzeit noch in den buntesten Farben.

Auch haben wir unsere Bevölkerungszahlen im Griff, so dass wir in Europa keine Probleme mit z.B. Grundwasser- oder Nahrungsmangel haben. Im Gegenteil, wir versorgen mit unseren Hilfslieferungen noch den halben afrikanischen Kontinent. Dem wir übrigens auch nichts wegnehmen, sondern dessen Güter wir abkaufen. Ganz interessant ist in diesem Zusammenhang folgende Website: http://www.fluchtgrund.de/2016/03/rosen-aus-afrika/. Wenn die bescheuerten Bimbos in Kenia Rosen anbauen, dann sind nicht sie schuld, sondern wir, die wir die Rosen kaufen. Das ist die verquere Logik der linksfaschistoiden und grünen Dummgutmenschen.

Toll ist auch die Story von den sog. Konfliktrohstoffen, die unter menschenunwürdigen Bedingungen und u.a. von Kindern abgebaut werden. Das hatten wir hier in Europa vor zweihundert Jahren auch noch. Sollen wir jetzt den hinterherhinkenden Kaffern vielleicht noch Sicherheitsschuhe schicken und die deutschen Arbeitsschutzvorschriften aufoktroyieren? Und was wäre, wenn wir ihnen die Rohstoffe nicht abkaufen würden? Dann hätten die Leute gar nichts zu fressen. Schon mal daran gedacht, Du Dummguttrulla mit Deinem linksversifften Blog?

Egal was wir machen, ob wir Hilfslieferungen nach Afrika schicken oder Hühnerfüße, statt sie hier zu Tiermehl zu verarbeiten. Wir sind immer am Elend aller anderen schuld. Weil nämlich halb Afrika aus Hühnerzüchtern bestand. Und die haben wir durch unseren massiven Hühnerfußexport alle in die Pleite getrieben. Weshalb sie jetzt alle die letzten verbliebenen Bäume roden, um sie als Holzkohle weiterzuverkaufen. An diejenigen, die die europäischen Hühnerfüße damit kochen wollen.

Ja wenn die wirtschaftlichen Zusammenhänge mal so schön einfach wären.

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